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Castell Vell


Castellón de la Plana / Castelló de la Plana

Stätte von kulturellem Interesse


Auf dem Hügel Magdalena liegen die Burg Castell Vell, die der Ursprung der heutigen Stadt war und die Kapelle Magdalena. Dieser Ort war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Die Burg ist islamischen Ursprungs und wurde vermutlich im 10. oder 11. Jahrhundert erbaut. Sie muss einem Tributpflichtigen von El Cid gehört haben, ging danach im 12. Jahrhundert an die Almoraviden über und wurde 1233 von den Christen zurückerobert.  Die Verlegung der Bevölkerung in die Ebene wurde 1251 von König Jakob I. an seinen Leutnant Ximén Pérez d'Arenós genehmigt, und 1252 wurde die Stadt gegründet.

Die Burg ist gestaffelt angeordnet und passt sich der Form des Hügels an. Das Mauerwerk besteht aus Bruchsteinen und Stampflehm im Stil arabischer Bautechniken. Die Christen haben an dem Bauwerk kaum etwas verändert. Die Burg hat drei Bereiche: Oben lag die Alcazaba, eine Festungsanlage, von der noch heute Reste von Mauern mit drei halbrunden Türmen und mehrere Wasserspeicher zu erkennen sind. Mittig befand sich der etwas größere Albacar, ein befestigter Zufluchtsort für die Einwohner der Dörfer, die von der Burg abhingen. Die Burg hat drei weitere Türme, wo auch die in den Fels gemeißelte Kapelle Magdalena liegt.

Im 15. Jahrhundert (1455) wurde der Portikus gebaut, 1456 die Kapelle und Ende desselben Jahrhunderts der Stall. Im 17. Jahrhundert wurden eine Küche und ein Wasserspeicher hinzugefügt. Im Jahr 1758 gab der Meister Vicente Pellicer ihr die heutige Konfiguration einer Herbergskapelle und eines halb freistehenden Turms. Es handelt sich um ein Gebäude mit zwei parallel verlaufenden Schiffen, die voneinander durch eine Säulenreihe getrennt sind. Eine der Innenwände ist mit Wandmalereien verziert, die von Künstlern aus dem 14. Jahrhundert stammen. Die Kapelle ist von einem halben Tonnengewölbe überdacht.

Außen hat sie einen Portikus mit Korbbogen. In ihm liegt das Portal mit Rundbogen aus gleichförmigen Keilsteinen. Von dem Portikus gelangt man in das Gasthaus, in dem sich ein Hof in Form einer Vorhalle befindet durch den man in einen Saal gelangt, hinter dem die Küche liegt. Auf der anderen Seite liegt ein Saal mit drei Balkonen an der Außenfassade und einem Balkon zum Hof.

Die Burg Castell Vell und die Kapelle Magdalena sind als Stätte von kulturellem Interesse katalogisiert und in der Liste des nationalen Kulturerbes der Regionalregierung von Valencia eingetragen.

 


Daten


Weitere Informationen

Freier Eintritt

Besuche unter Voranmeldung